Ist das doof .....

Ich habe jetzt schon öfters zum Jahreswechsel Pferde einfangen müssen, da man mit denen nicht mal eben in eine Gegend fahren kann, wo keine Knallköpfe sind. Gott sei Dank überstehen unsere Katzen den ganzen Schwachsinn besser und an Silvester sind wir immer froh, keinen Hund mehr zu haben, da unser letzter an Silvester immer fast gestorben ist. Es gibt halt Bräuche, die passen definitiv nicht mehr in die Zeit! Von mir aus können sie ausgewiesene Plätze bestimmen, wo Knallköpfe ihre Kohle in Rauch aufgehen lassen, allerdings würden viele wahrscheinlich im Suff die Plätze gar nicht finden. Ich bin ja auch gegen unnötige Verbote, aber wenn der ganze Scheiß nicht Steuergelder und Arbeitsplätze bringen würde, wäre der Schwachsinn sicherlich längst nicht mehr erlaubt. Leben und Leben lassen, allerdings nicht zu Lasten der großen Mehrheit. Gott sei Dank findet diese riesige Sauerei nur einmal im Jahr statt und vertreibt mit Sicherheit keine bösen Geister, höchstens Gliedmaßen.
 
Das Haustierargument hallte ich für absolut unhaltbar. Der Halter bestimmt wo sich das Tier aufhält und der Halter kann auch bestimmen, dass es woanders ist, wo halt kein Feuerwerk ist. Dazu muss man als Tierhalter seinen Arsch heben, aber niemand sonst kann das für ihn tun, denn niemand sonst hat die Verantwortung für das Tier übernommen. Es ist niemand gezwungen, seinen Hund, Katze oder Hamster dem Feuerwerk auszusetzen. Vielleicht mal über artgerechte Haltung nachdenken.

Für Wildtiere mag das anders aussehen, finde aber kaum was belastbares. Im Wald wird meistens aber auch nicht viel geböllert. Für Wildgänse konnte man wohl einen Einfluss nachweisen.
So kann nur einer reden, der kein Tier hat, selten so einen Schwachsinn gelesen... Man könnte genauso gut sagen, das alle die Böllern wollen, in eine abgetrennte Zone gehen, am besten eine große Halle, wo sie Böllern können, damit die auch noch die leckeren Dämpfe einatmen können, haben sie sich das kiffen gespart 😡
 
Ja ist klar. Vom 29.12 bis über den 03.01. bin ich dann im Wald unterwegs :ROFLMAO:.
Wir werden da keinen gemeinsamen Nenner finden. Ist jedoch auch egal. Das Thema kann man so lange totdiskutieren, wie man möchte. Ich bin da raus.
Dort musst Du dann erst mal die verschreckten Wölfe beruhigen die vor der Böllerei in den Wald geflüchtet sind.🫣
 
Das Haustierargument hallte ich für absolut unhaltbar. Der Halter bestimmt wo sich das Tier aufhält und der Halter kann auch bestimmen, dass es woanders ist, wo halt kein Feuerwerk ist. Dazu muss man als Tierhalter seinen Arsch heben, aber niemand sonst kann das für ihn tun, denn niemand sonst hat die Verantwortung für das Tier übernommen. Es ist niemand gezwungen, seinen Hund, Katze oder Hamster dem Feuerwerk auszusetzen. Vielleicht mal über artgerechte Haltung nachdenken.

Für Wildtiere mag das anders aussehen, finde aber kaum was belastbares. Im Wald wird meistens aber auch nicht viel geböllert. Für Wildgänse konnte man wohl einen Einfluss nachweisen.
Ich kann da aus eigener Erfahrung nur über meine (leider nur noch drei) Katzen berichten. Nach Deiner Einschätzung müsste ich diese dann bestimmt für 5 Tage irgendwo unterbringen (Tierpension???). Ob es da allerdings sicherer ist, kann mir wohl kaum jemand sagen. Dazu wären sie dann noch aus ihrem gewohnten Umfeld gerissen. Das ist schlicht und einfach realitätsfern.
Würde sich das Geböller auf den gesetzlich festgelegten Zeitraum beschränken, könnte ich das schon irgendwie stemmen. Rollos runterziehen, Musik an, Ablenkung durch Spielen usw. usw.. Das kann man an Feiertagen mal 2 Tage machen und dazu bin ich auch gerne bereit. Und selbst das ist bei Freigängern schon eine echte Herausforderung für die Tiere.
Wie man das machen soll, wenn man Pferde oder ganze Herden von Rindern oder Dammwild in offenen Ställen oder Gehegen hält, fällt mir aktuell nicht ein.

Also nein - es ist nicht immer nur ein Fehlverhalten der Tierhalter, was zum Jahreswechsel zu Tierleid führt.
 
Ob man ein Tier hat oder nicht spielt doch keine Rolle… für die Tiere, übrigens ziemlich egal welche, ist das freilich nicht geil…
aber für die ist es auch nicht geil, wenn in der Saison ständig die Aprilias durchs Revier ballern… Und der Winterschläfer wacht wohl auch mal auf, wenn der Jäger die Sau abknallt…
Kleine Kinder mögen das geknalle auch nicht so gern, die meisten überleben es aber wohl ohne Trauma…

Eine perfekte Welt gibt es nicht. Auf was und wen du alles Rücksicht nehmen könntest, ist eine never-ending-story… finde es auch nicht cool, wenn der Kollege vor dem 13:00 Uhr Meeting in der Kantine noch ordentlich Gyros mit Zaziki reinhaut. Komme deswegen aber auch nicht auf die Idee, Zwiebeln und Knoblauch zu verbieten…
 
Probieren wir mal Perspektivwechsel: Der Nachbarshund hat offensichtlich ein Problem, denn wenn er alleine zu Hause ist. Er jault, stundenlang, jeden Tag, immer. Dem Besitzer ist es egal, denn er hört es ja nicht, folglich belastet es ihn auch nicht. Mir geht das im Homeoffice ziemlich auf den Sack.

Ich könnte jetzt losziehen und ein Verbot der Hundehaltung fordern. Oder ich steck mir einfach meine ANC-Earbuds in die Ohren. Oder besorg mir wieder Arbeit außerhalb des Home Offices oder mein Nachbar besorgt sich einen Job, wo er den Hund mitnehmen kann oder wechselt ins Home Office. Oder ich nehm das Vieh tagsüber einfach in Obhut. Für den Hund wäre es vermutlich besser, wenn mal sein psychisches Problem gelöst würde.

Welche Lösung fändest du denn angemessen?
 
Ich kann da aus eigener Erfahrung nur über meine (leider nur noch drei) Katzen berichten. Nach Deiner Einschätzung müsste ich diese dann bestimmt für 5 Tage irgendwo unterbringen (Tierpension???). Ob es da allerdings sicherer ist, kann mir wohl kaum jemand sagen. Dazu wären sie dann noch aus ihrem gewohnten Umfeld gerissen. Das ist schlicht und einfach realitätsfern.

Fand unsere auch nie geil. Aber das einmal im Jahr Silvester ist, wussten wir vorher. Lustigerweise war unsere zu Hause am entspanntesten. Wenn es laut wurde ist sie irgendwann aus ihren üblichen Verstecken gekommen und hat sich zum Rest der Menschen auf die Couch gesetzt und angefangen zu dösen. Wenn es dann lauter wurde, hat sie immer nur interessiert den Kopf gedreht. Von ihren ganzen Rückzugsmöglichkeiten im Haus hat sie an Silvester am wenigsten Gebrauch gemacht.

Würde sich das Geböller auf den gesetzlich festgelegten Zeitraum beschränken, könnte ich das schon irgendwie stemmen. Rollos runterziehen, Musik an, Ablenkung durch Spielen usw. usw.. Das kann man an Feiertagen mal 2 Tage machen und dazu bin ich auch gerne bereit. Und selbst das ist bei Freigängern schon eine echte Herausforderung für die Tiere.
Wie man das machen soll, wenn man Pferde oder ganze Herden von Rindern oder Dammwild in offenen Ställen oder Gehegen hält, fällt mir aktuell nicht ein.

Pferde haben wir hier direkt auf dem Nachbargrundstück. Wenn möglich geht das Vieh halt auf die Koppel. Ansonsten gibt es den jährlichen Zettel im Briefkasten, einfach mal 200m zu laufen bevor geböllert wird. Die Nachbarn wissen's eh und passiert dann halt auch so. Ist halt Standrandlage, da geht das, in der Innenstadt wird das eher nicht so funktionieren, da ist Pferdehaltung aber auch selten.

Also nein - es ist nicht immer nur ein Fehlverhalten der Tierhalter, was zum Jahreswechsel zu Tierleid führt.

Ok, nennen wir es halt nicht Fehlverhalten. Aber es ist halt bekannter regulär auftretender Umstand und man muss halt entscheiden, inwieweit man das eigene Tier dem aussetzt oder es halt vermeiden will. Das geht morgen nicht weg und vermutlich auch nicht nächstes Jahr.
 
Denke wer sich ein Haustier zulegt trägt Verantwortung für dessen Wohl. Nicht nur an Silvester. Seit wir den Enzo haben, haben sich unsere Gewohnheiten verändert (das dass so sein wird/muss war uns von Anfang an klar und Bedingung).

Gestern sind wir natürlich Zuhause geblieben und haben den Kleinen genau beobachtet - Glück gehabt, er war recht gechillt, nur als es dann „richtig losging“ wurde er etwas unruhig, hat sich aber gut ablenken lassen.
Vielleicht liegt’s auch daran, dass er beim Spazieren gehen schon öfter Schüsse gehört hat (Schützenhaus in der Nähe …).

ABER für alle „frei lebenden“ Tiere ist Silvester (+ die Böllerzeit davor/danach) sicher grausig und für sehr viele Haustiere auch !

Ich würde ein „Böllerverbot“ nicht unbedingt befürworten - eine (enge) zeitliche Beschränkung fände ich aber sinnvoll.
 
eine (enge) zeitliche Beschränkung fände ich aber sinnvoll.
Bin jetzt zu faul zu suchen, aber ich bilde mir ein, die gibt es schon.
Und jetzt im Moment knallt es auch wieder bei mir im Viertel. Ich denke, das dürfte eigentlich nicht mehr zulässig sein.
 
Auf unserer Kanareninsel war es völlig ruhig, keinerlei Geböller.

Dafür schreit jetzt jede Nacht um 3 ein Kater vor unserem Fenster und weckt uns auf, irgendwas ist ja immer.:giggle:
 
Motoplex
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