Alles gar nicht so doof Thread

Ob wie beim Ehegattensplitting Steuerklasse 3 und 5 versteuert wird, oder die Steuerklassen 4/4, macht am Jahresende bei der Einkommsteuer für Ehepaare keinen Unterschied, ist auf den Cent das gleiche. Bei der Einkommensteuer wird der gemeinschaftlich erworbene Betrag versteuert und klar, schafft man die Steuerklasse 5 ab, könnte das dazu führen, dass der Ehepartner mit dann Steuerklasse 4 einen Anreiz sieht mehr zu arbeiten, da ja monatlich erstmal mehr auf dem Konto landet. Okay, der mit vorher Steuerklasse 3, hat mit 4 natürlich dann weniger. Dadurch steigt dann natürlich der zu versteuernde Gesamtbetrag und der Fiskus kassiert mehr, somit Verarsche und soll den Partner mit vorher 5, nur dazu verleiten mehr zu arbeiten. Ob dann am Ende tatsächlich für beide mehr auf dem Konto landet, ist fraglich, da je mehr gemeinschaftlich verdient wird, steigen auch die Steuern.
Bei Trennung natürlich von Vorteil, wenn beide gut Rentenpunkte erwirtschaftet haben und dabei spielt nur der Bruttoverdienst eine Rolle, wenn man zukünftig die Rente noch erreicht.🤔
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Es geht nicht um die Wahl der Steuerklassen sondern um das Splitting an sich. Stand heute wird das gemeinsame Einkommen bei Ehepaaren halbiert, dann die Steuer berechnet und diese verdoppelt. Damit profitieren jeweils beide Partner unabhängig von der tatsächlichen Höhe des individuellen Einkommens vom niedrigeren Steuersatz des gesplitteten Einkommens.
Fällt das Splitting weg, wird das gemeinsame Einkommen als einzelnes Einkommen versteuert und kommt automatisch deutlich weiter hoch in der Steuertabelle.
 
Die andere Interpretation ist: Der Staat schlägt sich den Progressionsbauch voll.

Das ganze Gekasper wäre eigentlich völlig nötig, wenn der Einkommensteuersatz für alle gleich wäre. Geht aber nicht, weil das nicht in die Klassenkampfrethorik der Sozen passt.

Ich kenne übrigens zwei Fälle, bei denen die Leute einfach von Vollzeit auf Teilzeit gewechselt haben, weil das in ihrer individuellen Situation tatsächlich netto mehr dabei hängen bleibt. Stichwort: Elternunterhalt.
 
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Bundesfinanzministerium auf X vor drei Jahren…

Darin enthalten der Grund, warum es heute abgeschafft werden soll! Für die einen Mehrbelastung, für den anderen Mehreinnahmen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es geht nicht um die Wahl der Steuerklassen sondern um das Splitting an sich. Stand heute wird das gemeinsame Einkommen bei Ehepaaren halbiert, dann die Steuer berechnet und diese verdoppelt. Damit profitieren jeweils beide Partner unabhängig von der tatsächlichen Höhe des individuellen Einkommens vom niedrigeren Steuersatz des gesplitteten Einkommens.
Fällt das Splitting weg, wird das gemeinsame Einkommen als einzelnes Einkommen versteuert und kommt automatisch deutlich weiter hoch in der Steuertabelle.
Auf das Jahr gesehen macht es keinen Unterschied, da bei der Einkommensteuer immer der Gesamtbetrag versteuert wird. Monatlich gesehen hast du Recht, da der mit dem höheren Verdienst und Steuerklasse 3 natürlich so mehr aufs Konto bekommt, aber am Jahresende ist es Hose wie Jacke.
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Frei nach dem Motto ...was interessiert mich mein Geschwätz von gestern
Zum einen ist der, der das nicht machen wollte heute Autoverkäufer und seine ehemalige Partei existiert quasi nicht mehr.
Auf diese Idee kommen gerade andere.

Zum anderen ist es ja nicht gesagt, dass das wenn ohne begleitende Maßnahmen wäre wie zum Beispiel Ausgleich für Familien durch Anhebung des Kindergeldes.
Grundidee der Union ist ja, dass es sich für die schlechter verdienende Person einer Ehegemeinschaft aktuell nicht lohnt, mehr als Teilzeit zu machen.
Aktuell ist es ja so: Man nehme zwei Pärchen. Beide haben die gleichen Jobs, eines ist verheiratet. Das unverheiratete zahlt mehr Steuern, bei dem schlechter verdienenden Partner des verheirateten Paars kommt bei Mehrarbeit allerdings nicht mehr Netto an.

Finanzielle Vorteile aus dem Ehegattensplitting fände ich fair, wenn es sich um Familienförderung handeln würde. Entscheidet sich ein Paar aber kinderlos zu bleiben, verstehe ich nicht, weshalb dem Mann, der in der Regel den besser bezahlten Job hat, deutlich mehr vom Brutto bleiben sollte, als wäre er unverheiratet, wohingegen die Frau keine Vorteile aus Mehrarbeit ziehen würde.

In Deutschland macht es steuerlich einen spürbaren Unterschied, ob ein Paar verheiratet ist oder nicht – vor allem wegen des sogenannten Ehegattensplittings.


🔹 Unverheiratet (Einzelbesteuerung)​

Jede Person wird separat besteuert:

  • Er: 5.000 € brutto/Monat → höherer Steuersatz (progressiv)
  • Sie: 2.500 € brutto/Monat → niedrigerer Steuersatz
👉 Ergebnis:
Der Besserverdiener zahlt relativ viel Steuer, während der andere seinen niedrigeren Steuersatz „nicht teilen“ kann.


🔹 Verheiratet (Ehegattensplitting)​

Hier greift das Ehegattensplitting:

  1. Beide Einkommen werden addiert:
    • 5.000 € + 2.500 € = 7.500 €
  2. Halbiert → 3.750 €
  3. Steuer wird auf diesen halbierten Betrag berechnet
  4. Ergebnis × 2 genommen
👉 Effekt:
Beide werden so behandelt, als würden sie je 3.750 € verdienen.


💡 Warum das günstiger ist​

Das deutsche Steuersystem ist progressiv (höheres Einkommen = höherer Steuersatz).

  • Ohne Ehe: ein Teil des Einkommens wird hoch besteuert (bei ihm)
  • Mit Ehe: Einkommen wird „geglättet“ → insgesamt niedrigerer Durchschnittssteuersatz

📊 Konkreter Unterschied (grob geschätzt)​

Bei eurem Beispiel:

  • Unverheiratet: mehr Steuer insgesamt
  • Verheiratet: oft mehrere hundert Euro pro Monat weniger Steuer
👉 Je größer der Einkommensunterschied, desto größer der Vorteil.
👉 Wenn beide gleich viel verdienen, ist der Vorteil nahe null.


⚠️ Wichtige Einschränkungen​

  • Es geht um Einkommensteuer, nicht Sozialabgaben (die bleiben gleich)
  • Der Vorteil zeigt sich besonders bei Steuerklassen III/V oder IV/IV mit Faktor
  • Am Jahresende zählt immer die gemeinsame Veranlagung, nicht die Steuerklasse selbst

🧠 Kurz gesagt​

  • Unverheiratet: jeder für sich → höherer Gesamtsteuersatz
  • Verheiratet: Splitting → Steuervorteil durch Ausgleich der Einkommen

Wenn du willst, kann ich dir das mit echten Steuerzahlen für 2026 konkret durchrechnen (inkl. Netto-Unterschied).
 
Ob man als Ehepaar jetzt 3/5 hat oder 4/4, oder als unverheiratetes Paar 1/1, die Steuerlast gesamt ist immer gleich.

Die Steuerklasse 5 soll aber möglichst abgeschafft werden, damit derjenige mit der extrem hohen Steuerlast einen Anreiz bekommt mehr zu arbeiten, was dann allerdings dazu führt, dass der Bruttoverdienst von Paaren steigt und somit auch die Steuerlast. Am Ende werden somit bei Paaren beide zusammen höher versteuert, da am Jahresende immer zusammen gerechnet wird und beide zusammen haben eventuell einige Stunden für lau gearbeitet. Wenn sie Kinder haben und für die Betreuung noch Geld bezahlen, haben sie am Ende eventuell trotz Mehrarbeit weniger in der Tasche.
3/5 was das Ehegattensplitting ausmacht ist letztendlich nur ein Trugschluss, da es kein Geld spart. Am Jahresende wird abgerechnet und da spielt es wie gesagt keine Rolle, ob 3/5 oder 4/4, selbst unverheiratet mit 1/1 ist das gleiche. Unverheiratet bedeutet allerdings keine Rentenansprüche und auch sonst weniger Ansprüche.

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Ob man als Ehepaar jetzt 3/5 hat oder 4/4, oder als unverheiratetes Paar 1/1, die Steuerlast gesamt ist immer gleich.
Da behauptet die KI was anderes:
Ich rechne dir das einmal realistisch (aber vereinfacht) für Deutschland durch. Annahmen:
  • Steuerjahr grob auf aktuellem Niveau (Tarif ähnlich 2025/2026)
  • Keine Kinder, keine Kirchensteuer
  • Gesetzlich versichert
  • Nur Einkommensteuer + Soli (Sozialabgaben erwähne ich separat)

🔢 Ausgangsdaten​

  • Er: 5.000 € brutto/Monat → 60.000 € / Jahr
  • Sie: 2.500 € brutto/Monat → 30.000 € / Jahr
  • Zusammen: 90.000 € / Jahr

🔹 Fall 1: Unverheiratet (Einzelbesteuerung)​

Einkommensteuer (vereinfacht geschätzt)​

  • 60.000 €
    → ca. 14.500 € Steuer/Jahr
  • 30.000 €
    → ca. 4.500 € Steuer/Jahr
👉 Gesamt: ~19.000 € Steuer/Jahr

🔹 Fall 2: Verheiratet (Splittingtarif)​

Mit dem Ehegattensplitting:
  • Gemeinsames Einkommen: 90.000 €
  • Halbiert: 45.000 €
  • Steuer auf 45.000 € ≈ 10.500 €
  • × 2 = 21.000 €? → Achtung, hier kommt die Progression ins Spiel
👉 Tatsächlich liegt die Steuer eher bei:
~17.000 € – 17.500 € gesamt

📊 Ergebnis (entscheidend)​

StatusSteuer/JahrSteuer/Monat
Unverheiratet~19.000 €~1.580 €
Verheiratet~17.200 €~1.430 €
👉 Ersparnis: ca. 1.800 € pro Jahr
👉 ≈ 150 € pro Monat weniger Steuer

💡 Warum „nur“ 150 €?​

Der Unterschied ist spürbar, aber nicht riesig, weil:
  • Einkommensunterschied moderat ist (2:1 Verhältnis)
  • Splitting wirkt stärker bei z. B.:
    • 80.000 € + 0 € → sehr großer Vorteil
    • 60.000 € + 60.000 € → fast kein Vorteil

⚠️ Wichtig​

  • Sozialabgaben (Rente, Krankenversicherung etc.) bleiben gleich → kein Vorteil durch Heirat
  • Steuerklassen (III/V vs. IV/IV) ändern nur die monatliche Verteilung, nicht die Jahressteuer

🧠 Kurzfazit​

Bei euren Zahlen:
👉 Heirat bringt rund 150 € netto mehr pro Monat
👉 Vorteil kommt rein aus der Steuerprogression

Wenn du willst, rechne ich dir das noch genauer als echten Nettovergleich (inkl. Sozialabgaben und Steuerklassen III/V vs. IV/IV) – da sieht man, wer monatlich wie viel mehr ausgezahlt bekommt.
 
Ich bin jetzt kein Steuerfachmann, mir wurde das nur alles so erklärt. Ich habe erst kürzlich, also vor eineinhalb Jahren, von 3/5 auf 4/4 gewechselt, hat allerdings mit Rente zu tun. Fakt ist auf jeden Fall, die Steuerklasse 5 möchte man am liebsten vom Tisch haben, damit der Betreffende einen Anreiz bekommt, mehr zu arbeiten, was letztendlich natürlich zu einer höheren Steuerlast gesamt führen würde.
 
3/5 was das Ehegattensplitting ausmacht ist letztendlich nur ein Trugschluss, da es kein Geld spart. Am Jahresende wird abgerechnet und da spielt es wie gesagt keine Rolle, ob 3/5 oder 4/4, selbst unverheiratet mit 1/1 ist das gleiche.
Das ist falsch… nochmal. Es geht nicht um die Steuerklasse, sondern darum, ob das gemeinsame Einkommen wie zwei einzelne halbe Einkommen (split) besteuert wird oder wie ein einzelnes hohes Einkommen.
Die Höhe der ESt steigt überproportional mit dem Einkommen. Es gibt den Grundfreibetrag und die Progressionszone. Durch den Split werden diese auf beide halbe Einkommen angerechnet. Ohne Split nur ein Mal und die Gesamthöhe ist entsprechend höher.
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