Aprilia und Moto GP

Was haltet ihr vom neuen Modus 2027? Am Freitag schon ein extra Quali für das Sprint-Rennen. Am Sonntag kein Warmup mehr.

Ein paar Fahrer haben ich positiv geäußert. Ich weiß nicht so recht ...
Ich sehe überhaupt keinen Mehrwert. Bzw. sind die Veränderungen für die Unterhaltung der Zuschauer völlig irrelevant. Und angesichts der Neueinführung der 850er und der neuen Reifen werden solche marginalen Anpassungen komplett in den Schatten gestellt und keinen interessieren.
 
Jetzt wechseln sich Acosta und Marc beim Reifenerhitzen ab. Was für ein elendiger Dreck mit diesem Reifendruck.
Wenn man sich das Mal durch den Kopf gehen lässt. Genau in der Phase des Rennens, wo die Reifen eigentlich noch voll im Saft stehen, können die beiden kompromisslosesten Fahrer nicht pushen und sich ein spannendes Duell liefern. Das ist doch zum Kotzen.
 
Naja sie hätten schon können. Man hätte halt den Druck entsprechend einstellen müssen zu Beginn und nicht um den niedrigsten Wert taktieren.
Auf die Saison gesehen ist diese Taktiererei sicherlich am Zielführendsten, wenn es um Punkteausbeute geht. Sonst würden die Teams das nicht allesamt so ausreizen. Aber es macht trotzdem den Sport für die Zuschauer und Fahrer kaputt.
 
Naja sie hätten schon können. Man hätte halt den Druck entsprechend einstellen müssen zu Beginn und nicht um den niedrigsten Wert taktieren.

Sehe ich auch so.

An den Mopeds ist doch alles am Limit konstruiert und gebaut. Wenn ein Teil zwei mal kaputt geht oder es Strafen gab weil es ausserhalb des technischen Reglements lag wird es von den Teams auch geändert.
Wenn ich mit meinem Team schon mehrfach Probleme mit dem Reifendruck hatte muss ich halt ein halbes Zehntel mehr Sicherheitsmarge einplanen.
In der MotoGP gibt es hunderte Regulierungen bezüglich Abmessungen, Materialien, Gewichte und, und und. Bei allen bekommen es die Teams hin diese einzuhalten, weil Grenzüberschreitungen auf sie zurückfallen würden. Nur beim Reifendruck kann man ja schön bequem auf Michelin und das doofe Reglement zeigen und rummaulen.

Ich habe mit denen kein Mitleid.
 
Ich habe mit denen kein Mitleid.
Normalerweise macht man das ja nicht, dass man einfach die KI kopiert. Sorry schon mal hierfür.
Aber das alles nochmal zusammenzufassen?
Die Reifendruckregel in der MotoGP soll vor allem verhindern, dass Teams mit einem zu niedrigen Reifendruck fahren, um dadurch einen unfairen Performance-Vorteil zu erzielen. Gleichzeitig soll sie die Sicherheit erhöhen, denn die Michelin-Reifen sind für einen bestimmten Druckbereich ausgelegt.
Das Besondere daran: Es zählt nicht nur, mit welchem Druck ein Fahrer startet, sondern auch, wie lange der Reifen während des Rennens unter dem vorgeschriebenen Mindestdruck liegt.

1. Wie funktioniert die Regel?​

Der Reifendruck wird durch Sensoren im Reifen beziehungsweise im Rad überwacht. Die Messwerte werden während der Fahrt erfasst und können von den zuständigen Stellen ausgewertet werden.
Warum ist das wichtig?
  • Zu niedriger Druck: Der Reifen kann sich stärker verformen und übermäßig erhitzen. Das kann seine Stabilität und Sicherheit beeinträchtigen.
  • Höherer Druck: Der Reifen verhält sich anders, etwa bei der Aufstandsfläche und beim Grip.
  • Temperatur: Durch das Fahren erwärmt sich der Reifen, und der Druck steigt normalerweise an.
Deshalb kann ein Reifen beim Start noch relativ kalt sein und später einen deutlich höheren Druck erreichen. Die Teams müssen das bei ihrer Abstimmung berücksichtigen.

2. Welche Mindestwerte gelten 2026?​

Für die MotoGP-Saison 2026 gelten grundsätzlich folgende Richtwerte für Slickreifen. Die konkreten Vorgaben können je nach Veranstaltung abweichen.
Crash.net
+1
ReifenMindestdruck
Vorderreifen1,80 bar
Hinterreifen1,68 bar
Entscheidend ist aber nicht, dass der Druck in jeder einzelnen Runde über diesem Wert liegt. Es gibt eine vorgeschriebene Mindestanzahl an Runden, in denen der Druck eingehalten werden muss.
  • Grand Prix: In mindestens 60 % der Rennrunden muss der vorgeschriebene Mindestdruck eingehalten werden.
  • Sprint: In mindestens 30 % der Rennrunden muss der Mindestdruck eingehalten werden.
Wer diese Vorgabe verfehlt, erhält nach aktuellem Regelstand eine Zeitstrafe von 16 Sekunden im Grand Prix beziehungsweise 8 Sekunden im Sprint.
Crash.net
+1

3. Ein Beispiel aus der Praxis​

Nehmen wir an, ein Grand Prix geht über 20 Runden.
20 Rennrunden
60 % davon sind 12 Runden.
Beispiel A: Regel eingehalten
Der Fahrer liegt in 14 Runden über dem Mindestdruck. Die Vorgabe ist erfüllt.
Beispiel B: Regel verletzt
Der Fahrer liegt nur in 10 Runden über dem Mindestdruck. Er unterschreitet die vorgeschriebene Anzahl und erhält eine Zeitstrafe.
Wichtig: Es geht um den gemessenen Druck während der Fahrt, nicht einfach um den Wert in der Box vor dem Start.

4. Warum fahren Fahrer dann manchmal absichtlich langsamer?​

Hier wird die Regel besonders interessant. Der Reifendruck verändert sich während des Rennens, vor allem durch die Temperatur.
  • Der Fahrer fährt allein vorne: Der Vorderreifen kann kühler bleiben. Der Druck steigt möglicherweise nicht ausreichend an.
  • Der Fahrer fährt dicht hinter einem anderen Motorrad: Die heiße, verwirbelte Luft kann den Vorderreifen zusätzlich erwärmen. Der Druck steigt.
  • Der Druck wird zu hoch: Der Reifen kann sich anders verhalten, und der Fahrer kann Vertrauen und Grip am Vorderrad verlieren.
Deshalb kann es passieren, dass ein Fahrer einen Konkurrenten überholen könnte, aber lieber hinter ihm bleibt, um den Vorderreifen im richtigen Temperatur- und Druckbereich zu halten. Oder er lässt sich sogar überholen, damit er anschließend im Windschatten fahren kann. Solche taktischen Situationen wurden bereits in MotoGP-Rennen beobachtet.
Crash.net
+1

5. Wie wird das kontrolliert?​

1. Sensoren messen den Druck
Die Messwerte werden während der Fahrt erfasst und aufgezeichnet.
2. Das Team überwacht die Werte
Die Fahrer können Warnhinweise auf dem Dashboard erhalten. Das Team muss abschätzen, wie sich der Druck bis zum Rennende entwickelt.
3. Die Rennleitung wertet die Daten aus
Die aufgezeichneten Werte werden mit den vorgeschriebenen Grenzwerten und der erforderlichen Anzahl an Runden abgeglichen.
Die technische Grundlage ist ein einheitliches Reifendruck-Überwachungssystem, das seit 2023 in der MotoGP-Klasse eingesetzt wird.
fim-moto.com
+1

Fazit​

Die Regel klingt zunächst simpel: Der Reifen darf nicht zu wenig Druck haben. In der Praxis entsteht aber ein Zielkonflikt zwischen Sicherheit und Performance.
Zu wenig Druck kann eine Strafe verursachen, zu viel Druck kann den Grip verschlechtern. Und weil sich der Druck durch Temperatur, Windschatten und Fahrweise ständig verändert, müssen die Teams den optimalen Startdruck im Voraus möglichst genau berechnen.
Genau deshalb sieht man in der MotoGP manchmal ungewöhnliche Zweikämpfe, bei denen ein Fahrer nicht sofort überholt, obwohl er offensichtlich schneller sein könnte.
Ich finde es jetzt wirklich schwierig zu urteilen..
einerseits kann dir der Reifen bei zu niedrigem Druck um die Ohren fliegen, andererseits hast du bei zu hohem Druck weniger Grip, welcher zum Sturz führen kann. Und da wir ja wissen, dass die Teams ans Limit und auch darüber hinaus gehen, macht eine Vorgabe irgendwie schon Sinn.

Aber vielleicht sollten sie sich einfach darauf beschränken, vor dem Rennen einige Fahrzeuge noch im Grid zu überprüfen, ob der Luftdruck stimmt und nach dem Rennen bei einigen Fahrzeugen kontrollieren, ob sie mittlerweile (verbotene) Systeme zur Druckreduzierung während der Fahrt entwickelt haben.
Weil letztlich würde dich aktuell ein schleichender Plattfuß doppelt bestrafen.
 
Normalerweise macht man das ja nicht, dass man einfach die KI kopiert. Sorry schon mal hierfür.
Aber das alles nochmal zusammenzufassen?

Ich finde es jetzt wirklich schwierig zu urteilen..
einerseits kann dir der Reifen bei zu niedrigem Druck um die Ohren fliegen, andererseits hast du bei zu hohem Druck weniger Grip, welcher zum Sturz führen kann. Und da wir ja wissen, dass die Teams ans Limit und auch darüber hinaus gehen, macht eine Vorgabe irgendwie schon Sinn.

Aber vielleicht sollten sie sich einfach darauf beschränken, vor dem Rennen einige Fahrzeuge noch im Grid zu überprüfen, ob der Luftdruck stimmt und nach dem Rennen bei einigen Fahrzeugen kontrollieren, ob sie mittlerweile (verbotene) Systeme zur Druckreduzierung während der Fahrt entwickelt haben.
Weil letztlich würde dich aktuell ein schleichender Plattfuß doppelt bestrafen.
die sollten einfach die Regel auf 100% bringen... dann muss der Fahrer auch nicht rechnen etc wieviele Runden er jetzt schon drunter war und wieviele noch übrig sind... damit sind die Teams gezwungen den Druck am Start korrekt einzustellen und fertig... 0.0 Promille - Ende
 
Warum der Stress. Reifendruck einfach vor dem Start prüfen, vielleicht sogar bei Reifenausgabe. Wenn der Druck da stimmt, ist das fertig.

Alternativ einfach mal dem Reifenhersteller bescheid sagen, er möge Reifen bauen, die mit Wunschluftdruck funktionieren.
 
Motoplex
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