Sorgen muß man sich als Europäer über beide Lager machen.
Ich denke, wir sind uns einig, dass die Demokraten die CDU als linksversifften, kommunistischen Haufen betrachten würden. Unter McCarthy hätten unsere Regierungsmitglieder wohl auch nichts zu lachen gehabt.
Ich versuche ja immer noch Spanisch zu lernen und kam dann irgendwann auf die Idee, mir als Training (Folter/Frustration/Demotivation) spanische Nachrichten auf Youtube reinzuziehen. Hat schon was masochistisches, wenn man glaubt, man wäre gar nicht so schlecht.
Es werden sich vielleicht einige daran erinnern, dass es vor knapp 2 Wochen ziemlich geschüttet hat in Andalusien und Portugal. Das Sturmtief hieß, glaube ich, Leonardo. Das wurde nahezu nahtlos von Marta abgelöst und schwubs sind wir schon bei Nils. Und dass es sich auf Andalusien beschränkt, ist auch nicht richtig. Grob die Hälfte von Spanien ist betroffen.
Das positive: Diesen Sommer wird ihnen wohl nicht das Wasser ausgehen. Die Stauseen sind voll und müssen teilweise schon abgelassen werden, was die Überschwemmungen noch verstärkt. Das blöde: die Schäden gehen in die Milliarden. Nahe Ronda gibt es ein Dörfchen römischen Ursprungs namens
Grazalema. Bedauerlicherweise haben die Erbauer dies in der Antike auf Kalkstein gebaut. Jetzt ist man sich nicht ganz sicher, ob das nicht alles einsturzgefährdet ist. Das Wasser kommt oben vom Berg und von unten aus dem Gestein. Naja... immerhin hat es 2 Jahrtausende gehalten und aktuell kommt das Wasser aus der Steckdose.
Wäre das jetzt was einmaliges.. aber musste letztes Jahr nicht das MotoGP in Valencia abgesagt werden, weil es auch zu viel geregnet hat?
Wissenschaftler behaupten jedenfalls, diese extremen Ereignisse seien auf den Klimawandel zurückzuführen. Einerseits, weil aufgrund der Polerwärmung der Jetstream abgeschwächt wurde und deshalb der Luftmengenaustausch nicht mehr so klappt wie zuvor und andererseits, weil aufgrund der Meereserwärmung die Wolken mehr Wasser aufnehmen, welches sie dann geballt an einem Ort ablassen.
Aber leider können wir ja nichts dafür tun, dass es nicht noch schlimmer wird, weil das würde unserer Wirtschaft schaden.
Lieber verbreiten wir Märchen, dass außer Deutschland niemand etwas tun würde (was definitiv nicht stimmt) und wir nicht allein die Welt retten könnten.
Und deshalb halten wir lieber an altbewährtem fest. Da weiß man, was man hat.
Und wenn die Amis schon sagen, dass sie nichts mehr machen werden, dann haben wir eh die beste Entschuldigung für unser Nichthandeln.
Nach uns die Sintflut!