hat jemand Erfahrungswerte für "dickeres" Öl

millemoto

ist ein V4 Fan...
Hallo liebe Leute,
ich hab´ ne 2010er RSV4 factory analog (ohne APRC), akt. 7500 km
Öl im Motor 5W40 Motul (Ester road racing, diese giftgrüne)
Steuerkettenspanner und Ölpumpe vor ca 5000 upgedatet.
Beim starten höre ich die vordere Steuerette eindeutig ganz kurz "sirren" wenn der Motor warm ist, ist aber wirklich sofort weg, wenn der Motor gestartet hat und läuft.
Grundsätzlich lief der Motor bisher natürlich nicht mechanisch leise, aber doch so, dass ich keine wirklichen Bedenken habe.

jetzt komme ich gerade aus Brno, bei gut 35°C.
Nach dem turn (Wassertemp. beim abstellen = ca. 100°C ... während des turns ca. 87° bis 95°) Motor aus und wieder an (oder auch einfach im Stand/Leerlauf weiterlaufenlasssen) und ich habe ein beängstigend lautes klappern. Etwas Gas gegeben > ist es in der Regel weg, manchmal kommt es aber bei Leerlaufdrehzahl wieder und es klappert wieder höllisch laut.
Ein zwei mal ging es überhaupt erst ab knapp 2500 U/min weg und kam dann auch zurück.
Ich würde sagen das Geräusch ist rechts hinten (unten) zu lokalisieren. (Kettenspanner sitzen zwischen den Abgaskrümmern, richtig?

Mit gezogener Kupplung im Leerlauf wird sie auch etwas leiser, das laute mechanische Geräusch von dem ich schreibe ändert sich dadurch aber nicht. Mit der Kupplung hat es wohl nichts zu tun.

Frage:
hört sich das so an, als sei der hintere Kettenspanner breit?
Ist irgendetwas bekannt, dass eventuell Getriebe (im Stand/Leerlauf) solche Geräusche produzieren?

Da ich sie im Winter garnicht fahre, auch eher nicht wenn es kalt draussen ist und wenn: läuft sie auch im Stand zumindest so lange bis das Öl definitiv überall ist und der Motor nicht mehr einfach nur kalt ist, folgende Frage:
hat mal jemand mit Öl experimentiert?
mal was eindeutig dickeres an Öl gefahren? So ab 20W?
ist der Motor wirklich auf dieses dünne Zeug angewiesen?
Garantie habe ich eh´ keine mehr

Noch ein seltsames Phänomen:
als ich versucht habe das ganze gedanklich zu sortieren und das Geräusch zu lokalisieren fiel mir auf, dass die Drehzahl bei konstant gehaltenem Gasgriff (ungefähr 3000 U/min) anfängt zu "wandern" ...
3000 > 3500 > 3000 > 3500 > 3000 so ungefähr in einem Intervall von einer Sekunde
(man denkt gleich an eine "sägende" Steuerkette, ist aber zu gleichmäßig/"digital")
ich habe mir dann mal den demand-sensor anchauen wollen, ihn freigelegt und nur vom Rahmen abgeschraubt. (Züge und Stecker nicht angerührt) Als ich ihn dann gleichzeitig "gekippt" habe, veränderte sich die Drehzahl um 2000 und mehr U/min ... mag aber sein, dass er extrem empfindlich auf die Lage der Gaszüge reagiert.
Welche symptome macht eigentlich ein defekter demand-sensor?
Kann das reine einstellen der Gaszüge solche Symptome hervorrufen? (ich habe nämlich die Einstellung am Zug etwas verstellt)

Bin danach nochmal gefahren ... ich habe keine ruckelige Gasannahme, Leistung ist sowieso da, keine roten Warndreiecke im display, keine "urgent"-Meldungen, kein Notlauf, keine dsb-Fehler gespeichert.

Kennt jemand diese Symptome und kann mir etwas zielführendes mitteilen?
Ich kann ein wenig schrauben (bin 2-Rad-Mechaniker) und würd´s mir gern selbst anschauen, allerdings wären fundierte Hinweise mit Sicherheit hilfreich.

Bitte nicht falsch verstehen, aber dass ich mit (mechanisch) laut leben muss und dass die "bellas" (na ja, wer keine Freundin hat ... :-) so zu nehmen sind wie sie sind steht in jedem thread. Hilft nicht weiter. Ist jetzt wirklich nicht böse gemeint!

Danke!
Helmut.
 
Noch ein seltsames Phänomen:
als ich versucht habe das ganze gedanklich zu sortieren und das Geräusch zu lokalisieren fiel mir auf, dass die Drehzahl bei konstant gehaltenem Gasgriff (ungefähr 3000 U/min) anfängt zu "wandern" ...
3000 > 3500 > 3000 > 3500 > 3000 so ungefähr in einem Intervall von einer Sekunde
(man denkt gleich an eine "sägende" Steuerkette, ist aber zu gleichmäßig/"digital")
ich habe mir dann mal den demand-sensor anchauen wollen, ihn freigelegt und nur vom Rahmen abgeschraubt. (Züge und Stecker nicht angerührt) Als ich ihn dann gleichzeitig "gekippt" habe, veränderte sich die Drehzahl um 2000 und mehr U/min ... mag aber sein, dass er extrem empfindlich auf die Lage der Gaszüge reagiert.
Helmut.

Bei mir hatten sich mal die Schrauben am Demandsensors gelockert. Das hatte auch den Effekt, daß 1. das Standgas höher war und 2. die Fuhre während bei Gaswegnahme ordentlich gespuckt und geknallt hat, was auf der Autobahn für einen erhöhten Funfaktor gesorgt hatte. Ich hatte die Schrauben wieder angezogen, nachdem ich den Sensor wieder so ausgerichtet hatte, daß das Standgas wieder im Normbereich lag. Danach lief sie auch wieder völlig gleichmäßig. Das Ganze übrigens nach der Rückrufaktion ! Was das Klappern betrifft, fällt mir eigentlich zunächst nur die Ölpumpe ein. Da gab's doch in der Vergangenheit auch schon die ein oder andere Revision ... ?
LG,
Rasta
 
exakt wegen dem Kettenspanner soll man das "dünnere" Öl verwenden !!
was wurde im Detail geupdatet im Zusammenhang mit der Steuerkette ?
 
exakt wegen dem Kettenspanner soll man das "dünnere" Öl verwenden !!
was wurde im Detail geupdatet im Zusammenhang mit der Steuerkette ?

habe ich wohl mitbekommen, ich suche immer noch nach einer technischen Begründung.
wenn ich das richtig einschätze sollte "dünner" bedeuten: wenn kalt > Öl ist schneller am Einsatzort > klappert weniger lange (so war´s ja auch)
nur dass es jetzt wirklich fies laut wurde, wenn der Motor heißgefahren war, und auch fies laut blieb (im Standgas).
ich bin einfach etwas verunsichert, so laut war sie noch nie. Aber dass ich hier keine Ferndiagnose bekommen werde ist letztlich auch klar.

Ja, die Frage was genau upgedated wurde ist gut. Nachdem ich mir gerade mal die Beschreibung im WHB durchgelesen habe, werde ich nochmal nachfragen, ob denn explizit die Spanner getauscht wurden. Und ob die Ölpumpenzahnräder gemacht wurden. Nicht dass ich an meinem Händler zweifle, aber mal eben so nebenbei geht das eher nicht. Nicht dass ich da was falsch verstanden habe.
Waren auch nicht die Kettenspanner was ich da beim reinlinsen gesehen zu haben glaubte :-) na ja.

beim demand sensor wird das WHB ja richtig umfangreich! Kann man aber anscheinend alles durchmessen.

Ich werde sehen wie´s weitergeht. Jedenfalls danke soweit!
 
nochmals zum Kettenspanner: das ist ein kleiner Doppelzylinder mit einer Feder-Mechanik drinn, die das Einbauen ermöglicht. der Kettenspanner-Zylinder kann bei den ersten Modellen verklemmen und muss dann getauscht werden.
ist es noch ein Motor aus der ersten Generation und es hat schon lange geklappert, muss der ganze Nockenwellenantrieb getauscht werden, wenn noch die schmale Steuerkette verbaut ist.
( ein Umbau auf die breite Steuerkette würde eine neue Kurbelwelle erfordern)
pro Zylinderbank : 2 Antriebskettenräder, Steuerkette, 2 Kettenführungen und Spannzylinder.
Das Update wäre dann, dass eine Kunststoffscheibe unter dem (neuen) Spannzylinder eingelegt werden muss.
noch eine weitere Info: es sind Spezialwerkzeuge notwendig um die Arbeiten ausführen zu können.
 
der Kettenspanner-Zylinder kann bei den ersten Modellen verklemmen und muss dann getauscht werden.
sehr interessanter Hinweis! DAS habe ICH noch nicht gelesen. merci!

ist es noch ein Motor aus der ersten Generation und es hat schon lange geklappert, muss der ganze Nockenwellenantrieb getauscht werden, wenn noch die schmale Steuerkette verbaut ist.

d.h.: Schienen, Spanner, Kette ... richtig?
Schienen das Stück um 7,00 Euro, Kette be AP unter 40,00, Spanner unter 50,00
wenn man schon so weit drin ist, dass man den Spanner rausnehmen kann, macht man das natürlich gleich mit.
Kettenräder auch? na gut (oder auch nicht)

Das Update wäre dann, dass eine Kunststoffscheibe unter dem (neuen) Spannzylinder eingelegt werden muss.
ok. ....? verstehe ich das jetzt richtig?
das heißt: die Spanner sind immer noch die gleichen, hat sich konstruktiv NICHTS geändert?
und die Kunstoffscheibe unterbindet einfach nur die Geräuschübertragung auf´s Motorgehäuse?

Oder GIBT es andere Spanner-Elemente, eine "neue Generation" sozusagen?
Weil Du ja oben schreibst:
der Kettenspanner-Zylinder kann bei den ersten Modellen verklemmen und muss dann getauscht werden.

Spezialwerkzeug habe ich gesehen. Ist ja leider recht umfangreich das Sortiment.
(hast Du da eventuell eine Idee zum preisgünstigen Bezug des Werkzeugs?)

jedenfalls DANKE! sehr hilfreiche Hinweise.
 
die Spanner sehen logischerweise immer noch gleich aus, sind aber überarbeitet und leichtgängiger geworden.
das Werkzeug ist so was von spezial, dass man es höchstens selber anfertigen kann, wenn man eine Vorlage hat :-)
 
die Spanner sehen logischerweise immer noch gleich aus, sind aber überarbeitet und leichtgängiger geworden.
das Werkzeug ist so was von spezial, dass man es höchstens selber anfertigen kann, wenn man eine Vorlage hat :-)

ja ja, da sind ein zwei Sachen bei, die man haben sollte, wenn man´s wieder zusammen will ... :-)
 
Möchte das hier nochmal ausgraben, habe eine 2011er die bei hohen aussentemp. auch richtig laut wird (mechanisch) habe auch den verdacht das es an der 5W40 Plörre liegt, da einfach zu dünn. Was ich nicht so ganz verstehe ist, das meine ja überarbeitet sein sollte, sie dennoch dermaßen laut ist das nen Mitfahrer hintermir den Krach mitbekommt.
Könnte etwas dickeres Oel abhilfe schaffen, hat es mal jemand probiert? Normal sollte nichts dagegen sprechen, da sie immer ordentlich warmgefahren wird.
VW hatte doch des öfteren Motorschäden mit ihrem dünnen longlife Oel 0W30, das war so dünn das zuviel Oel zurückgelaufen ist und anschließend bei neustart die Teile kurzweilig trockenliefen.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
habe auch bei meiner factory bj. 11 zum erstemal 5/40er öl statt 10/50er rein gemacht und meine auch das sie mechanisch lauter ist, vor allem von den kupplungskorp, mache das nächste mal wieder mindestens das 10/50er rein, fahr meine auch erst richtig warm, bevor es los geht :-)
 
Denke auch das ich nun dickeres Oel verwenden werde. Warmfahren ist sowieso immer angesagt. ;)
 
@WSC-Neuss,
kannst da vielleicht Näheres dazu sagen ????????????
 
Würde mich ja auch mal interresieren.
Habe diesen Krach auch erst seit dem letzten Oelwechsel, denke das durch den AP-Händler von dem meine stammt auch nen 15Wsowieso drin war.
 
Ja anfangs hat aprilia das auch vorgeschrieben das 15w50 wurde aber dann in 5w40 geändert. Das hat der Roland hier auch schon mehrfach mitgeteilt.
Technisch wäre es aber schon interessant warum die einlassnocken und die Tassenstößel durch dickeres Öl schaden bekommen können?
Ich mein wir sprechen ja hier nicht von einen "billigen öl" das schlechter ist, sondern "nur" von einer anderen Viskosität.
Wenn ich jetzt richtig denke kann doch eine Einlassnockenwelle nur Schaden nehmen wenn sie bei einen Kaltstart nicht schnell genug mit Öl versorgt wird (ein 5w40 wird schneller von der ölpumpe von A nach B gepumpt werden können als ein 20w50??) oder aber wenn sie sofort Drehzahl bekommt und ein dickeres Öl vielleicht noch nicht auf Betriebstemperatur ist um einen ausreichenden Ölfilm an der Nocke zu gewährleisten?

Klärt mich auf...

Ahja,meine factory wurden vom Vor/Erstbesitzer 16000km mit 15w50 gefahren, und läuft auch noch bestens....8-)
 
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Dafür haftet das dickere Oel ggf. besser an den Teilen um im kalten zustand noch zu schmieren, wärend das dünne inner Oelwanne schlummert.

Das war ja das VW Problem. Gut, jetzt ist die RSV4 glücklicher weise kein VW, könnte aber doch möglich sein.
Ob wir es je erfahren werden?
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
kann mir nicht vorstellen, dass zw. 5er und 10er so ein unterschied ist, dass gleich die motorteile nen schaden bekommen, bei einer gp Maschine also Prototypen kann ich das ja noch nachvollziehen
 
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