Schwierigkeiten von KTM, mal was aus der internationalen Presse

Bajaj hält nicht mit Kritik zurück, wenn es um den ehemaligen KTM-Mehrheitsaktionär geht. Ohne Stefan Pierer namentlich zu nennen, macht er ihn weitgehend für den finanziellen Zusammenbruch von KTM verantwortlich.

"Wir waren überrascht, die meisten in der Branche waren schockiert, wie schnell sich alles entwickelt hat", so Bajaj. "Ich denke zurück an das, was mir mein erster Manager, Doktor John Wallace, vor fast 30 Jahren gesagt hat, nämlich dass Gier der Hauptgrund für das Scheitern von Unternehmen ist. Und genau das habe ich in den vergangenen zwölf Monaten bei KTM erlebt."

"Grob gesagt gibt es drei Arten von Gier. Erstens operative Gier, die sich am besten an den Ereignissen der vergangenen zwei Jahre veranschaulichen lässt, als KTM Österreich auch nach dem Höhepunkt der Nachfrage im Anschluss an COVID weiter überproduzierte. Infolgedessen blieben Händler und Distributoren auf Lagerbeständen im Wert von mehr als einem Jahr sitzen, was offen gesagt absurd war", wird Bajaj zitiert.

"Dann kam die strategische Gier. Unternehmen wagen sich oft in Geschäftsbereiche vor, die sie nicht betreten sollten. Im Fall von KTM Österreich war das deutlichste Beispiel der Einstieg in den Fahrradmarkt, ein Schritt, der keine wirkliche Synergie mit dem Kerngeschäft hatte", fügt der Inder hinzu.

Rajiv Bajaj übt Kritik daran, wie KTM in jüngerer Vergangenheit geführt wurde
"Diese beiden Faktoren zusammen", so Rajiv Bajaj weiter, "haben KTM innerhalb weniger Monate in die Insolvenz getrieben. Man könnte sagen, dass Bajaj daran beteiligt war, und ich gebe zu, dass wir Teil dessen waren, was schiefgelaufen ist. Aber als Minderheitsaktionär konnten wir das nicht verhindern".

"Ich kann versichern, dass wir alles in unserer Macht Stehende getan haben. Die Folge davon war letztendlich die dritte Art von Gier, nämlich Gier nach Macht, bei der bestimmte Entscheidungen ohne unser Wissen, ohne uns zu informieren oder manchmal ohne Einhaltung der vorgeschriebenen Verfahren getroffen wurden."
In Bezug auf die Pläne, "die Gemeinkosten um mehr als 50 Prozent zu senken", weil "nur etwa 1.000 der 4.000 Beschäftigten bei KTM Fabrikarbeiter sind, während 3.000 Verwaltungsangestellte sind", kommt Bajaj zum Schluss: "Die Managementüberlastung und Bürokratie in einer ansonsten ausgezeichneten Organisation waren schon erstaunlich. Das erinnert mich an Mark Zuckerbergs Worte über Manager, die Manager managen, die wiederum die Leute managen, die die eigentliche Arbeit machen."



Größenwahnsinn und Unfähigkeit…
 
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Bajaj hält nicht mit Kritik zurück, wenn es um den ehemaligen KTM-Mehrheitsaktionär geht. Ohne Stefan Pierer namentlich zu nennen, macht er ihn weitgehend für den finanziellen Zusammenbruch von KTM verantwortlich.

"Wir waren überrascht, die meisten in der Branche waren schockiert, wie schnell sich alles entwickelt hat", so Bajaj. "Ich denke zurück an das, was mir mein erster Manager, Doktor John Wallace, vor fast 30 Jahren gesagt hat, nämlich dass Gier der Hauptgrund für das Scheitern von Unternehmen ist. Und genau das habe ich in den vergangenen zwölf Monaten bei KTM erlebt."

"Grob gesagt gibt es drei Arten von Gier. Erstens operative Gier, die sich am besten an den Ereignissen der vergangenen zwei Jahre veranschaulichen lässt, als KTM Österreich auch nach dem Höhepunkt der Nachfrage im Anschluss an COVID weiter überproduzierte. Infolgedessen blieben Händler und Distributoren auf Lagerbeständen im Wert von mehr als einem Jahr sitzen, was offen gesagt absurd war", wird Bajaj zitiert.

"Dann kam die strategische Gier. Unternehmen wagen sich oft in Geschäftsbereiche vor, die sie nicht betreten sollten. Im Fall von KTM Österreich war das deutlichste Beispiel der Einstieg in den Fahrradmarkt, ein Schritt, der keine wirkliche Synergie mit dem Kerngeschäft hatte", fügt der Inder hinzu.

Rajiv Bajaj übt Kritik daran, wie KTM in jüngerer Vergangenheit geführt wurde
"Diese beiden Faktoren zusammen", so Rajiv Bajaj weiter, "haben KTM innerhalb weniger Monate in die Insolvenz getrieben. Man könnte sagen, dass Bajaj daran beteiligt war, und ich gebe zu, dass wir Teil dessen waren, was schiefgelaufen ist. Aber als Minderheitsaktionär konnten wir das nicht verhindern".

"Ich kann versichern, dass wir alles in unserer Macht Stehende getan haben. Die Folge davon war letztendlich die dritte Art von Gier, nämlich Gier nach Macht, bei der bestimmte Entscheidungen ohne unser Wissen, ohne uns zu informieren oder manchmal ohne Einhaltung der vorgeschriebenen Verfahren getroffen wurden."
In Bezug auf die Pläne, "die Gemeinkosten um mehr als 50 Prozent zu senken", weil "nur etwa 1.000 der 4.000 Beschäftigten bei KTM Fabrikarbeiter sind, während 3.000 Verwaltungsangestellte sind", kommt Bajaj zum Schluss: "Die Managementüberlastung und Bürokratie in einer ansonsten ausgezeichneten Organisation waren schon erstaunlich. Das erinnert mich an Mark Zuckerbergs Worte über Manager, die Manager managen, die wiederum die Leute managen, die die eigentliche Arbeit machen."



Größenwahnsinn und Unfähigkeit…

die Diskussion darunter finde ich gut ... alle hacken auf dem Pierer rum ...das der ein Egozentriker ist ...logisch aber alles alleine entscheiden ... das geht in so einem Konzern nicht ...da haben schon genug mitgemischt die den gleichen Größenwahn fuhren wie er ... wild ist trotzdem das von 4000 leuten nur 1000 arbeiten ... erinnert mich etwas an Daimler und VW ... aber irgendjemand muss ja die Lieferanten knechten
 

die Diskussion darunter finde ich gut ... alle hacken auf dem Pierer rum ...das der ein Egozentriker ist ...logisch aber alles alleine entscheiden ... das geht in so einem Konzern nicht ...da haben schon genug mitgemischt die den gleichen Größenwahn fuhren wie er ... wild ist trotzdem das von 4000 leuten nur 1000 arbeiten ... erinnert mich etwas an Daimler und VW ... aber irgendjemand muss ja die Lieferanten knechten
Nennen wir es mal so: da haben schon genug mitgemischt die die gleichen Interessen hatten...und im Zweifelsfall mit Geld beschwichtigt bzw. getäuscht wurden.
Siehe: => https://www.moment.at/story/pleite-pierer-ktm-fehler/
 
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Damit es auch mal erwähnt ist, ich hab zum ersten Mal Probleme bei der Ersatzteilversorgung: Problemkind ist die Kupplung. Aftermarket Kupplungskit TRW MSK260 seit Wochen nicht lieferbar, neue Liefertermine nicht bekannt.
Originalkupplungskit voraussichtlich ab Ende Dezember wieder lieferbar.

Ich hab nun noch jemanden gefunden, der behauptet den Original-Kupplungskit auf Lager zu haben. Ich bin gespannt.
 
"KTM halbiert sich"
Wie bereits angekündigt erfolgt z.Zt. der nächste Stellenabbau auch in den Führungsebenen - aktueller Film-Bericht vom österreichischen Industriemagazin

 
KTM RC 990 R - Die RC 990 steht vor der Türe und rein von den Daten her finde ich den Hobel super scharf.

Einzig und alleine das Gewicht vollgetankt finde ich, im Vergleich zu meiner RS, nicht ganz so prickelnd. Und mit 15.490.- zzgl. 450.- LNK, ist das Teil preislich auch interessant. Und bei den Powerparts ist kein Carbonkennzeichenhalter im Reportoire, finde ich auch sehr schade...
Ich bin die KTM 990 RC R jetzt in den letzten beiden Tagen ausführlich zur Probe gefahren. Meine Erwartung war, dass sie ähnlich fährt wie die RS 660 mit mehr Druck. Den hat sie. Auch, wenn man mal im falschen Gang geblieben ist, zieht sie kraftvoll an, wo die RS 660 verhungert. Bei den Daten erwartbar.
Was mich sehr viel mehr überrascht hat ist das Fahrverhalten. Da steht sie nicht hinter der RS 660 zurück, sondern übertrifft diese nochmal deutlich. Trotz des höheren Gewichts geht sie nochmal leichter in die Kurven und vermittelt eine enorme Sicherheit.
Die Bremse ist absolut klasse. Der Sound ist selbst mit dem Serientopf trotz E5+ wunderschön, ohne einem mit der Zeit auf den Sack zu gehen.
Der Motor ist für einen R2 erstaunlich emotional und hat in jeder Situation mehr Druck, als man auf der Landstraße verwerten könnte. Eine SD 1390 kann sicherlich geradeaus noch schneller beschleunigen. Wem das wichtig ist…
Die Ergonomie passt für mich. Ähnlich der RS 660, wobei die Stummel gefühlt auf der RC R einen Ticken tiefer sitzen. Wer generell nicht gerne gebückt fährt wird da auf längeren Touren vermutlich nicht glücklich. Mir gefällt es sehr gut.
Die Bedienung ist wunderbar intuitiv. Muss sie bei der Fülle der Möglichkeiten aber auch sein. Das Display ist mit 8,8 Zoll im Breitformat riesig uns sehr gut ablesbar. Touchbedienung ist möglich, aber nicht unbedingt mein Ding. Geht aber über die Lenkerarmatur auch ganz hervorragend.
Die eingebaute E SIM erlaubt diverse Funktionen wie zB die Navigation ohne Verbindung zum Handy. Ob man auf einem Sportmotorrad allerdings nach Navi fahren möchte, oder telefoniert oder Musik hört, muss jeder selbst für sich entscheiden.
Der Verbrauch lag bei mir in den zwei Tagen um 5,5 Liter. Das ist deutlich mehr als bei der RS 660, aber sie hat eben auch 947 Kubik.
Gewundert habe ich mich im Jahr 2026 über den Stahltank.
4 Jahre Garantie sind ein Wort. Ich denke, dass KTM da aber auch verlorenes Vertrauen kompensieren muss.
Getriebe und Quickshifter arbeiten tadellos. Eher sogar einen Tacken besser als auf der RS 660.
Die Verarbeitung ist wirklich gut. Es fällt mir wirklich schwer Punkte zu finden, bei der die RC R nicht deutlich besser ist als meine geliebte RS 660. Da bleibt eigentlich nur die Optik, die ich bei der RS 660 deutlich gelungener finde.
Fairerweise muss man aber sagen, dass die beiden Fahrzeuge nicht in derselben Liga spielen. Weder beim Hubraum noch beim Preis.
Nochmal zur Optik: Die KTM gibt es in orange und schwarz. Nach den Bildern hätte ich immer die orangene genommen. Als ich dann aber beide live nebeneinander gesehen habe, war ich klar im Team Schwarz. Ist eher ein dunkles Anthrazit und auf den zweiten Blick richtig schön.

Am Ende bleibt vermutlich die Frage: Und? Wie fährt sie sich im Vergleich?
Die Antwort: Besser. Deutlich besser.
Leider…
 
Ich hab mir der RC990R mit voller Absicht noch keinen Kontakt aufgenommen. Gefällt mir sehr. Probefahrt wäre gefährlich fürs Konto. Aber ist zu verschmerzen wenn man die RC8R in der Garage hat 😅
 
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