Master-Ölthread und Ölverbrauch bei E4/E5 Tuono V4

Zwischen6 und 8 tausend immer mit Filter
Ich wechsle alle 5-6 tkm, aber nur jedes zweite Mal den Filter. Meine Tuono hat 45tkm Laufleistung und die Zylinderwände und die Nockenwellenlager sind immer noch wie neu. Jeweils keine einzige Riefe und Schleifspur. Das Ziel ist auch 100tkm.
 
Okay. Okayokayokay.

1. Bilanz

Etwas mehr als 1.000 Kilometer sind es geworden, rund 1.1150. Vorhin warmgefahren und nachgekippt.
Brauche ich normalerweise rund 450ml auf 1.000 Kilometer, wurden es mit dem MoS2-Additiv 370 ml.

Meine Euphorie hält sich in Grenzen. Es ist schließlich kein Laborversuch und jede Tour - auch wenn es die selben 2 Rundkurse sind - ist doch in sich individuell. Da sind 80 ml einerseits kein so ausschlaggebendes Ergebnis, als dass ich ruhigen Gewissens behaupten könnte, dass das Additiv definitiv den Ölverbrauch senkt. Andererseits habe ich seit ich diese Tuono fahre noch nie nur 370 ml nachgefüllt und meine Reserveleuchte geht wie gewohnt bei 160-170 km an. Das sind doch schon 2 Indizien, die für einen niedrigeren Ölverbrauch sprechen.

Hrmpf.

Ich bin hin- und hergerissen, wie es weitergehen soll. Aktuell habe ich immer noch 3L von dem 5W-40 übrig, was bereits mit dem selben Anteil an MoS2 -Additiv vermengt ist. Nun könnte ich ständig nachkippen und auch die nächsten paar tausend Kilometer beobachten, um einen zweifelsfreien Trend auszumachen. Ich weiß aber nicht, ob sich beim Ölverbrauch auch was vom MoS2 verabschiedet oder ob es größtenteils an den Metalloberflächen haften bleibt. Denn in dem Fall erhöhe ich mit jedem Nachfüllen den MoS2-Anteil im System. Das kann irgendwann kritisch werden. Gewissheit habe ich nicht und das Risiko will ich ungern eingehen. Darum setze ich hier einen für mich unbefriedigenden Schlussstrich.

Ergebnis des MoS2-Additives: Ölverbrauch vermutlich nur marginal gesenkt. Einen deutlich ruhigeren Motorlauf und Gangwechsel erhalten.

Ich werde das selbe Produkt (Motul 300V) in 10W-50 bestellen und das Öl demnächst wechseln.
Fun Fact: Ravenol soll übrigens in seinen vollsynthetischen Motorradmotorölen auch MoS2 reinpacken.
 
Zuletzt bearbeitet:
Brauche ich normalerweise rund 450ml auf 1.000 Kilometer, wurden es mit dem MoS2-Additiv 370 ml.

80ml (bei manch einem der Spuckschluck in der 0,5er Bierflasche) würde ich aber mal ganz massiv als Messtoleranz abstempeln.
Egal ob die Messung per Schauglas oder Messstab erfolgt.

Einen massiven Effekt der Additive muss man sich meiner Meinung nach da schon selbst herbei wünschen.

Ansonsten müsste das ganze wissenschaftlich auf einem Prüfung mit 100% vergleichbaren Rahmenbedingungen erfolgen.
Bedenke das ja selbst ein halber Grad den Füllstand im Glas oder Messstab beeinflussen, auch wenn man der Meinung ist das Ding gerade zu halten.
 
370-450ml? Das ist ja bald auf dem Niveau meiner VTR, die nach einer Volllastphase das Gasgriff schließen immer mit ner blaue Wolke quittierte 🤣
 
Bezüglich Messtoleranz:
- Kippe das Öl in einen 0,3L Einwegbecher und fülle es via 60 ml Spritze um.
- Immer in Portionen, bis Maximum erreicht ist. Das mit mehr als einer Messung.
- Durch den Tankring kann ich das Moped mit einer Hand entspannt an dem Punkt halten, wo es keine Kraft mehr erfordert es zu balancieren.

100% sind das nicht, aber problemlos 90%. Und wenn du 2 Jahre lang nach jeder 2. Tour routiniert nachfüllst und plötzlich weniger rein muss, ist das eindeutig. 80ml sind zudem ein Drittel des Abstands von Minimum zu Maximum. Da muss man schon Ü80 sein, um das nicht zu erkennen 🙃

Aber ich würde die 80 ml nicht komplett dem Additiv zuschreiben, weil wie gesagt, jede Fahrt doch individuell blabla.
 
Setz dich doch aufs Moped und mess im Sitzen. Geht wunderbar. Dann siehst du auch im Display ob sie 100% gerade steht
 
Hab diesen Beitrag gerade erst gesehen und die ersten 4 Seiten gelesen, sorry danach keine Lust mehr gehabt weiter zu lesen.
Meine Erfahrung möchte ich aber als Laie kund tun.
Meine 16er Tuono hat weniger Öl gebraucht, gegenüber den Reihenvierzylinder aber deutlich mehr, Bei der Kawa brauchte ich nichts nach kippen, die hatte ich 12 Jahre lang gefahren.
Bei der 16 Tuono musste ich das schon im Auge behalten und nach kippen.
2020 hab ich eine gerade Eingefahrene 19 Tuono gekauft, die brauchte mehr Öl, Motorradurlaub in Italien mit 2-3K Fahrleistung ging nicht ohne nach kippen.
Öl immer das was der Hersteller vorgegeben hat und der Wechsel wurde immer vom Händler gemacht.
Dann hatte ich ein Klackern, am Anfang nur die ersten paar hundert Meter, später wurde es immer länger und auch lauter.
Schwierig da beim starten auch ein kurzes Geräusch von der Klappensteuerung kam.
Bin zu einer Werkstatt die in der IDM tätig ist, hauptsächlich Yamaha aber auch viele Aprilias gemacht hat.
Wie er den Kopf ab hatte, zeigte sich ein merkwürdiges Bild.
Hab leider kein Foto gemacht aber ich hatte kaum Ablagerungen aber die die da waren sahen wie ein Rinnsal aus und fast alle Ventile hatten seitliches Spiel, ein Ventil sogar extrem viel.
Er ist so gut ausgestattet das er die Ventilführung neu eingesetzt und im richtigen Winkel neu gebohrt hat.
Dazu musste auch eine neue Steuerkette, Kolbenringe, Kettenspanner usw rein.
Er hat Mineralisches Öl rein gekippt, meine er sagte damals das nur Motul da ein wirklich Mineralisches drin hat.
ich habe die Tuono neu Einfahren müssen, nicht so streng wie bei einen neuen Motorrad aber mit bedacht.
Der Termin hat es so ergeben das ich nach 5k den Wechsel hatte, bis dato brauchte ich 0ml Öl.
Jetzt habe ich ein BMW Öl drin, bin erst noch nicht so viel Gefahren um eine Aussage zu treffen, doch bisher musste ich noch nichts nach kippen.
Im Juni geht es wieder nach Italien, danach werde ich eine Aussage treffen können.
Warum das Öl von BMW, er meinte er hat die beste Erfahrung damit gemacht, jeder Hersteller hat seine eigene Philosophie.
 
Bezüglich Messtoleranz:
- Kippe das Öl in einen 0,3L Einwegbecher und fülle es via 60 ml Spritze um.
- Immer in Portionen, bis Maximum erreicht ist. Das mit mehr als einer Messung.
- Durch den Tankring kann ich das Moped mit einer Hand entspannt an dem Punkt halten, wo es keine Kraft mehr erfordert es zu balancieren.

100% sind das nicht, aber problemlos 90%. Und wenn du 2 Jahre lang nach jeder 2. Tour routiniert nachfüllst und plötzlich weniger rein muss, ist das eindeutig. 80ml sind zudem ein Drittel des Abstands von Minimum zu Maximum. Da muss man schon Ü80 sein, um das nicht zu erkennen 🙃

Aber ich würde die 80 ml nicht komplett dem Additiv zuschreiben, weil wie gesagt, jede Fahrt doch individuell blabla.
Und die 90% sind dann eben keine 100%, d.h. die Messmethode hat grundsätzlich Schwankungen.
Du berufst dich auf deine Erfahrungswerte. Da gibt´s viele Abhängigkeiten, aber das hast du ja schon selbst eingesehen.
Und selbst wenn du das Motorrad gerade ausbalancierst, oben reichen ja schon ein paar mm wo man das Motorrad mit einer Hand noch am Tankring halten kann damit unten was anderes sichtbar ist. Ach ne, ist ja nur Messstab - daher doch eh nochmal mehr Schwankungen.

Haben wir im Forum einen belastbaren Belag wieviel ml zwischen Min und Max sind?

Ich halte es weiterhin für eine Messtoleranz, aber bei dem ganzen Aufriss hier muss mit den Additiven ja was passieren. Aber ach ne, hast ja selbst schon eingesehen.

Der Einwand vom @taucher ist daher gar nicht so verkehrt.
 
Ist eigentlich bekannt, was der Hauptgrund für den Ölverbrauch ist, z. B. Verschleiß der Ventilführungen oder deren Dichtungen?
Ich habe da keine Erfahrung, wenn ich hier aber die verschiedenen Beiträge lese, scheint wohl die mangelhafte Qualität der Führungen dafür verantwortlich zu sein. Hat offenbar auch negative Folgen für die Ventilsitze und damit Verringern des Ventilspiels.
Hieße, dass man durch die Revision der Köpfe mit hochwertigen Führungen Ruhe haben sollte. Das haben andere Hersteller, z. B. Ducati, mittlerweile auch im Griff, zumindest laut den Langstreckentests, z. B. Multistrada V4.
 
Hey @taucher, danke für deinen Beitrag. Schade, dass du die ersten 4 Seiten statt den ersten 4 Zeilen gelesen hast, dann hättest du das Irrelevante größtenteils überspringen können:

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Vermutlich wird das Öl im Schubbetrieb durch den Unterdruck an den Kolbenringen vorbei in den Zylinder gezogen. Das auch als Info für @udomatthaeus. Aber interessant, dass bei dir Taucher auch an den Ventilen "Rinnsal" vorlag. Konntet ihr herausfinden, ob das Ölspuren waren oder Verbrennungsrückstände?
 
Und nun @malle187. Ursprünglich hatte ich durch die örtliche Nähe CERN angefragt, wo wir den Motorblock mittels Higgs-Boson-Bestrahlung exakt ausrichten wollten, aber leider kann der LHC nur Protonen beschleunigen. So kamen wir auf ein Füllvolumen von Minimum zu Maximum von exakt 200-300 ml.

Zur ernsten Antwort: Dass das hier keine Laboruntersuchung ist und dass ich von dem Additiv nichts erwarte, sondern einfach nur aus Spaß an der Freude mal testen will, schrieb ich mehr als einmal. Schließlich ging es im Thread lange um die Frage, inwiefern sich der Motor verändert hat beim Wechsel von 5W-40 (Euro 4) zu 10W-50 (Euro 5). Denn das Hauptziel ist der Vergleich mit anderem Öl bzw. Viskosität. Dass das Messverfahren nicht auf den Milliliter genau ist, bedarf auch keiner Erwähnung. Insofern bin ich vom "Ergebnis" eher überrascht, als davon getrieben, irgendeine Bestätigung darin zu finden.

Denn ich bitte dich. Seit 3 Jahren prügel ich die Tuono. Immer im selben Fahrstil. Immer die selben Strecken. Immer rund 6.000 Kilometer pro Saison. Immer mit einer Reserveleuchte, die bei 160-175km anspringt. Stets identisch warmgefahren (10 km + 10 Minuten). Immer mit gleichbleibendem Ölverbrauch. Immer das selbe Öl. Stets mit der selben Laufleistung mit dem selben Reifen (viele Sätze S22), was höchstens variiert, wenn ich die Mitte durch seltenes Pendeln zur Arbeit mehr nutze.

Und gravierender: Immer das Einfüllen mit der selben Spritze auf dem selben Untergrund. Immer fülle ich 440-470 ml nach. Mit einem eindeutigen Kipppunkt, an dem das Motorrad ohne Kraftaufwand steht, bis es in eine Richtung kippen will. Und plötzlich braucht das Ding zum ersten Mal, seit es in meinem Besitz ist, 80 ml weniger Öl. Ich bin weder körperlich behindert, noch steht das Moped plötzlich auf dem Seitenständer, als dass die Messung dermaßen verfälscht sein kann. Trotzdem sprach ich von Indizien, nicht von Beweisen. Von einer Vermutung, nicht von einer Feststellung. Ich finde es schade, dass es teilweise gehässig aufgenommen wurde.

Das 10W-50 ist unterwegs. Ich hoffe ich komme nächste Woche zum Ölwechsel :)
 
Motoplex
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