So, Most ist rum. Mir fehlen da auch 8 bis 10s. Bei den harten Bremspunkten bin ich nun offiziell scheiße. Auf S/Z hab ich auch schon 30m später gebremst. Was mich aber überrascht, ist, dass die Kurvenausgänge auch echt mies sind.
2024 auf der GSXR: Die war auf der Bremse gut und beim Rausbeschleunigen. Eisenbahn eben. Da hat sie ihre Meter gemacht, bevor die R6 das 2025 auf den Zwischengeraden erst mühsam wieder weggefressen hat um auf vergleichbare Rundenzeiten zu kommen.
2026 habe ich mir das Ziel gesetzt, die Kurveneingänge erstmal wieder hinzukriegen. Zumindest im Scheitel bin ich vom Speed her dran an der R6 von 2025. Die GSXR war 2024 aber noch einen Tick schneller. So anstrengend wie ich die zu fahren fand, so lustig greift das Konzept ineinander. Bedingungslose Stabilität in jeder Lebenslage 5m späteren Bremspunkt und damit länger schnell, bringt 2km/h Vorteil im Scheitelpunkt, die du nicht auf der Geraden erst Beschleunigen musst. In Schräglage ans Gas mit gutem Feedback vom Hinterrad und Druck aus der Drehzahlmitte treibt dich ordentlich aus der Kurve raus und aus 2km/h werden auch mal 10km/h. Das alles musste die R6 erst mühsam in den Vollgaspassagen vernichten. So konnte die Suzanne auch ca. 15 bis 20PS fehlende Spitzenleistung ausgleichen.
Und die R6 nun? Einfach schwieriger zu fahren. Handling top, Feedback flop. Während das kraftmäßig alles entspannter ist, ist das Beherrschen schwieriger. Die grundsätzlich straffe Fahrwerksauslegung, lässt Feedback vermissen, bzw. fühlt sich schneller grenzwertig an. Nachdem ich im Winter an der Front mit den Federn nochmal härter gegangen bin damit mir die Gabel nicht nochmal auf Block geht, hat sie zwar da an Stabilität gewonnen, allerdings ist das im Kopf doch noch kaputt. In bestimmten Ecken geht gerade nicht konsequent Vollgas, bspw. die schnelle Links nach der Haarnadel. Rausbeschleunigen hinterm Matadorbogen auf die Gegengerade ist offensichtlich Grütze, was dann den ganzen Berg hoch versaut.
Zwischen S/Z-Linie (jLinie, nicht gesamte Gerade) und Scheitelpunkt Kurve 1 verliere ich derzeit bspw. 1,6s, weil ich kacke aus der letzten Ecke komme und 30m eher Bremse. Da fehlen 15km/h Top-Speed auf letztes Jahr. Das ist schon hart.
Lustigerweise, und das hätte ich fast nicht gedacht, funktioniert die Senke in Most. Da komme ich fast ohne Zeitverlust durch
Ich stelle auch die Behauptung auf, dass die überarbeitete Gabel funktioniert, da sind genug Reserven drin und ich könnte mit der Dämpfung sogar noch weicher gehen. Geometrie scheint mir ebenso ok, einlenken, umlegen, Präzision passt. Vielleicht spiele ich noch ein bisschen mit der Federvorspannung hinten, ich glaube aber, das ist eigentlich fertig.
Und wie geht es nun weiter: Ist wohl doch im Kopf was kaputt. Aber eins nach dem anderen. Erstmal Corner-Speed reparieren, da war ich schon immer scheiße, der Rest ist für später. Muss man sich halt die letzten 3 Jahre neu erarbeiten.