Die ungeplante Rehabilitation eines Patienten

Was mir beim zerlegen aufgefallen ist, ist dass nur noch eine Feder am inneren Kupplungskorb für die Antihoppingkupplung verbaut ist. Dafür sind 2 Beilagscheiben anstatt nur einer drin. Die Explosionszeichnung bei Wendel hat das auch bestätigt. Insgesamt ist der E4 Motorblock im Inneren generell etwas anders, als der 184ps E3 Motor.


Wenn du eine Federscheibe drin hast ist die Mechanische Motorbremse am geringsten.Bei drei am höchsten.Meine hatte serie 3 drin da konnte man ein Berg ohne Gas nicht runterrollen so dermassen bremste das .Bin bei einer jetzt da gehts .
Gruss Rolf
 
Hängt dass vielleicht damit zusammen, dass die Pumpen ab Werk mit scharfen Kanten verbaut werden? Also nichts nachgearbeitet? Sich dann relativ schnell die ersten Kanten abreiben und die Späne gleich mit durchziehen?
Genau das ist vermutlich ein Grund, da es durch die scharfen Kannten zu einem Schmierfilmabriss kommen kann. Deswegen werde ich meine neue Ölpumpe etwas überarbeiten, in der Hoffnung dass die dann länger hält. Der @Maeru1 hat da in seinem Umbauthread (den ich sehr empfehlen kann 😁) mal was dazu geschrieben und seine Ölpumpe dementsprechend überarbeitet.
Natürlich können auch genau so gut irgend welche Partikel angesaugt worden sein, die sich dann in der Pumpe gefressen haben.

Klärt mich auf wenn ich daneben liege, aber sind diese Riefen wirklich so dramatisch für die Funktion? Klar ist die Leistung minimal verschlechtert, aber das wäre sie vermutlich auch bei rund geschliffenen Kanten des Förderrads.
Naja die Riefen sind zum Teil schon sehr tief. Ich denke dass hier schon etwas an Öldruck/Förderleistung verloren geht. Den Abrieb, der in der Pumpe entsteht, will man auch nicht an seinen Lagerstellen im Motor haben (ja ich weiß... da gibt es noch einen Ölfilter). Ich hatte ja in meinem Thread immer wieder von einem Öldruck min Alarm nach längerer Standzeit beim Starten berichtet. Ich weiß, dass ich damit beim 1000er E4 Motor nicht alleine bin. Deshalb hatte ich ja schon das Öldruckregelventil auf Verdacht ausgetauscht, allerdings ohne Erfolg. Vielleicht hat sich dass dann mit der neuen Pumpe doch erledigt.
Die Förderleistung war offensichtlich noch ausreichend, da die Kiste spätestens bei meinen "Testfahrten" im letzten Jahr auseinander geflogen wäre. 😅
 
Was mir beim zerlegen aufgefallen ist, ist dass nur noch eine Feder am inneren Kupplungskorb für die Antihoppingkupplung verbaut ist. Dafür sind 2 Beilagscheiben anstatt nur einer drin. Die Explosionszeichnung bei Wendel hat das auch bestätigt. Insgesamt ist der E4 Motorblock im Inneren generell etwas anders, als der 184ps E3 Motor.


Wenn du eine Federscheibe drin hast ist die Mechanische Motorbremse am geringsten.Bei drei am höchsten.Meine hatte serie 3 drin da konnte man ein Berg ohne Gas nicht runterrollen so dermassen bremste das .Bin bei einer jetzt da gehts .
Gruss Rolf
Du willst aber nicht sagen dass die Antihopping beim Berg runterrollen arbeitet ??

Da musst dich mal mit der Funktion der Antihopping vertraut machen
 
Da wäre ich auch verwundert, wenn das so funktioniert. Das würde ja bedeuten, dass die Kupplung im Schiebebetrieb dauerhaft schleift oder übersehe ich da was?
 
Da wäre ich auch verwundert, wenn das so funktioniert. Das würde ja bedeuten, dass die Kupplung im Schiebebetrieb dauerhaft schleift oder übersehe ich da was?
Endlich einer ders blickt. (y)

Ich sage die Motorbremswirkung kann man nur durch unterschiedliche Drosselklappenstellungen ändern. Also evtl. anderes Mapping. Die Reaktion der Anti-Hopping kann man evtl. durch eine andere Feder oder Scheiben einlegen oder rausnehmen verändern. Aber die Antihopping trennt nur durch betätigen der Kupplung den Motor vom Antrieb.

Das Trennen ist durch diese schrägen Rampen, siehe Bild. Dabei wird durch verdrehen die Kupplung getrennt bzw. entlastet
Rampen.webp

Auf deutsch versteht mancher das evtl. besser
 
Ich glaube, dass der Rolf schon dass richtige gemeint hat mit seinem Beitrag. Auch wenn etwas unglücklich ausgedrückt. Je mehr Federn eingebaut, bzw. je stärker diese vorgespannt sind, desto mehr Kraft ist nötig um die Antihoppingkupplung zum öffnen zu bringen.
Mit drei eingebauten Federn kann ich mir schon vorstellen, dass man beim Abtouren aus hohen Drehzahlen, ein stärkeres "Bremsgefühl" hat. So hätte ich seinen Beitrag auch verstanden.
 
Ich glaube, dass der Rolf schon dass richtige gemeint hat mit seinem Beitrag. Auch wenn etwas unglücklich ausgedrückt. Je mehr Federn eingebaut, bzw. je stärker diese vorgespannt sind, desto mehr Kraft ist nötig um die Antihoppingkupplung zum öffnen zu bringen.
Mit drei eingebauten Federn kann ich mir schon vorstellen, dass man beim Abtouren aus hohen Drehzahlen, ein stärkeres "Bremsgefühl" hat. So hätte ich seinen Beitrag auch verstanden.
Ich meine diese Aussage: >Bei drei am höchsten.Meine hatte serie 3 drin da konnte man ein Berg ohne Gas nicht runterrollen so dermassen bremste das> Ich habe noch nie gehört dass beim Berg runterrollen die Anti-Hopping eine Funktion hat und die Kupplung trennt.
 
Der Emil Schwarz hat sich in der Vergangenheit nicht umsonst einen Namen mit seinen Lagern gemacht. Der weiß bestimmt genau was er tut und alles ist im Anschluss komplett spielfrei und leichtgängig montiert. (y)
Aber stimmt es, dass er beim Einbau seiner eigenen Lager den Lageraußenring, am z.B. den Lenkkopf, auf ein spezielles Maß auffräst? Das würde also bedeuten, dass man im Anschluss nie wieder ein originales Lager verbauen könnte. Sowas finde ich halt schwierig. Auch ob man bei einem modernen Motorrad so einen großen Unterschied spürt (wie z.B bei einer alten Yamaha XT 500), waage ich zu bezweifeln. :unsure:
Der fräst nicht generell den Sitz auf. Er bearbeitet nur soviel bis der neue Lagerring von alleine in den Sitz fällt und auch leicht per Hand wieder rausgeht. Also komplett frei von Vorspannungen. Dann klebt er den Lagerring mit seinem speziellen Loctite ein.
Der untere Lagerring würde ja ohne Pressung rausfallen beim Einkleben. Als irgendetwas nehmen, bei mir war es ein Tennisball. Lagerring mit Loctite einsetzen, Ball dran und mit nem Einmachgummi hochspannen. Das gleiche kann man oben auch machen um ein bisschen Druck nach unten zu bekommen
Also alles ohne Klopfen.

Gabel habe ich nach telefonischer Anleitung von Emil selbst gemacht.

Meine Schwinge hat er aufgerüstet mit anderen Lagern und Schmiernippeln. Also das Teil zu ihm geschickt
 
Ich habe also die neu bestellte Ölpumpe für meinen 18er RSV4 Motor erstmal zerlegt und inspiriert von @Maeru1 und seiner überarbeiteten Ölpumpe, habe ich mich auch ans Werk gemacht. Ich habe alle scharfen Kannten an den Anlageflächen der Pumpenförderräder und im Gehäuse abgerundet. Anschließend wurden die Flächen an den Pumpenrädern und im Gehäuse plan geschliffen. Erst mit 1000er dann mit 3000er Körnung. Das ganze hat eine Ewigkeit gedauert, aber was soll ich sagen. Ich hatte mal wieder Bock. 😅😁
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Vorallem am/im Pumpengehäuse wurde das ganze spiegelglatt :cool:.
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Der Unterschied ist schon gewaltig. Hoffentilch hält die Pumpe so länger. Ich weiß, die ganze poliererei bringt einem überhaupt gar nichts, wenn die Pumpe einen Span ansaugen sollte. Schaden tut es aber nicht und einen Versuch ist es aber auf jedenfall Wert.

Bei meiner bastellei an der Ölpumpe habe ich am Pumpengehäuse immer wieder kleine Lunker entdeckt. Das ist zwar nicht weiter schlimm und sollte nichts ausmachen, ist aber trotzdem nicht schön. Es sind nunmal leider nur Gussteile und nicht aus dem Vollen gefräst. :rolleyes:
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Für mich hat sich somit bestätigt, dass das Ölpumpengehäuse und somit die Ölpumpe selbst, definitiv eine Schwachstelle an unserem V4 ist. Pleullagerschäden, eingelaufene Nockenwellen, Pitting usw. können unter anderem Indizien für einen Ölmangel sein. Hervorgerufen durch die Pumpe, die nicht funktioniert wie sie soll weil sie verschließen ist und vllt. sogar schon gefressen hat. Zusammen mit den scharfen Kannten wundert es mich nicht, dass viele Ölpumpen, die aus einem guten laufendem V4 ausgebaut werden, so aussehen wie meine.
Da ich mich auch für Zerspanung interessiere, hab ich mir schon mal überlegt, dass es sehr cool wäre eine Ölpumpe für unseren V4 aus dem Vollen zu fräsen und zusätzlich natürlich auch, was Fördermenge und Verschleiß betrifft, zu optimieren. :cool:

Grüße Mathias
 
Motoplex
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