Dank eines Mitglied hier im Board habe ich einen Satz Brembo M50 und einen hinteren Bremssattel der RSV4 erhalten - zum sehr fairen Preis und in neuwertigem Zustand.
Ursprünglich hatte ich bereits einen Satz Brembo Hypure bereitliegen, aber aufgrund fehlender Unterlagen nickt mein Prüfer die nicht ab.
Die serienmäßigen Brembos der 660er sind Brembo M4.32 Sättel. Diese sind technisch einwandfrei und mit den passenden Belägen auch ohne Probleme auf dem Rundkurs einzusetzen. Da gibt es ausreichend Erfahrungen, auch im ernsthaften Einsatz in kleinen Cups.
Warum dann Aufwand und der Umstieg? Auf der einen Seite die Optik, die schwarzen Sättel gefallen mir nicht allzu gut. Insbesondere mit den Carbonfelgen und deren dunkler Farbe. Was der Hauptgrund ist, neben dem Spaß am eigentlichen Projekt und Umbau. Auf der anderen Seite kann man aber auch das Argument Gewicht der ungefederten Massen vorschieben:
Brembo M4.32: ca. 1127 Gramm
Brembo M4.34: ca. 1010 Gramm
Brembo M50: ca. 930 Gramm
Brembo Stylema: ca. 865 Gramm
Die Angaben sind inkl. Bremsbelag für je einen Bremssattel und stammen von einer japanischen Homepage. Das Gewicht von etwa einem Kilo inkl. Belag hatte ich damals aber bei meiner R1 mit M4 Sättel und OW02 Gabel meiner Erinnerung nach auch gemessen. Ich halte die Angaben also für realistisch.
Die Hypure sollen nochmals 10 Prozent leichter sein als die Stylema - das bezieht sich aber auf die reinen Sättel. Wie es sich inkl. Beläge verhält weiß ich nicht.
Je nachdem welche Bremssättel verwendet werden, kann also noch gut Potenzial ausgeschöpft werden.
Lohnt sich das für Otto-Normal-Verbraucher? Nein! Tut es im Geldbeutel weh? Mitunter ja! Aber ich habe eben Freude an der Umsetzung...
Die M50 erhalten noch Titankolben von Federleicht Performance sowie Stahlbus Ventile, und werden dann irgendwann im Lauf des Jahres eingebaut. Bzgl. Hinterachse möchte ich ggf. noch einen sep. P34E erwerben, bei dem das Logo ebenfalls rot ist. Oder ggf. kann mein Lackierer es rot lackieren - mal schauen.